Di. 01.01.19

Neujahr beginnt mit Nebel, der sich nur langsam verzieht. Es ist aber nicht kalt, und nachdem die Prinzessin gefrühstückt hat, spielt der Prinzgemahl noch etwas mit der Drohne draußen auf dem Platz.

Heute ist Ruhetag, maximal ein kleiner Spaziergang rüber zum Memorial und Botanischen Garten, der allerdings wegen Renovierungsarbeiten der Hurrikan-Schäden geschlossen ist.

Übernachtungsplatz:

Freistehen public parking, Apalachicola, GPS: 29.730465 , -84.987814, sehr ruhig, in Fußnähe zur Downtown, sehr empfehlenswert, als Alternative bietet sich auch der Platz unter der Brücke im Battery Park an.

 

 

Mi. 02.01.19

Hedi und Theo fahren heute weiter, wir wollen noch einen Tag stehen bleiben, ausruhen, HP schreiben usw. Marion schiebt gleich noch einen Backtag ein und zaubert wieder mal zwei leckere Sauerteigbrote und einen Mandelhefezopf aus dem Gasherd.

Übernachtungsplatz:

Freistehen public parking, Apalachicola, GPS: 29.730465 , -84.987814, sehr ruhig, in Fußnähe zur Downtown, sehr empfehlenswert, als Alternative bietet sich auch der Platz unter der Brücke im Battery Park an.

 

 

Do. 03.01.19

Heute geht es auch bei uns wieder weiter, nach Westen, grobe Richtung Pensacola bzw. New Orleans. Da der Apalachicola River Florida in zwei Zeitzonen teilt - von Atlantik- nach Central-Time, die Grenze verläuft ungefähr senkrecht nach Norden bis Chicago, müssen wir kurz nach der Abfahrt die Uhren um 1 h zurückstellen und sind jetzt 7 h hinter Deutschland her.

Kaum haben wir die Stadt verlassen, kommen wir ins Hurrikan Katastrophengebiet. Beginnend von Port Saint Joe bis rüber nach Panama City zieht sich der Zerstörungsgürtel. Was man nicht mit eigenen Augen gesehen hat, begreift, erfasst man nicht wirklich. All die Bilder und Berichte im TV oder Internet informieren zwar ausführlich, aber wirklich 'gesehen' hat man das Ausmaß derartiger Katastrophen nicht; all das ist dann immer sehr, sehr weit entfernt. Wir haben den Eindruck, als würden wir ein Kriegsgebiet durchfahren. Oft sind ganze Viertel dem Erdboden gleichgemacht – teils vom Hurrikan oder bereits durch Abbruchunternehmen, während in anderen Abschnitten noch halbe Häuser zum Abriss stehen. Wir fahren kilometerweit durch Wälder, in denen der Großteil der Bäume wie Streichhölzer abgeknickt ist. Es ist echt bedrückend hier durchzufahren und mehr als zwei Monate nach dem Hurrikan noch derart schlimme Verwüstungen zu sehen. Die Straßen an der Küste wurden teilweise unterspült und sind nur notdürftig repariert. Manche nicht so stabil gebauten Strandhäuser wurden einfach weggespült. Bei vielen etwas stabileren Betonhäusern müssen 'nur' die Dächer und Fenster repariert bzw. ersetzt werden. Die State Parks und Campingplätze hier sind belegt mit RVs der ehemaligen Hausbesitzer oder der jetzt dringend benötigten Arbeitskräfte. Das wird noch eine Weile dauern, bis hier wieder Normalzustand eingekehrt ist und sich wieder Touristen einfinden, die an den wirklich schönen Stränden Urlaub machen wollen.

Nach Panama City machen wir Halt in einem State Forest, gehen gemeinsam zum Hausfrisör und genießen eine erfrischende Dusche ungestört mitten im Wald. Eigentlich gibt es hier primitive Campsites zum Freistehen, diese sind aber aktuell wegen Überschwemmungen und Unpassierbarkeit der Wege geschlossen. Wir überlegen noch, ob wir nicht einfach am Wegrand stehen bleiben sollen, aber da es noch früh am Tag ist, fahren wir noch ein Stückchen weiter.

Nachdem wir den verwüsteten Landstrich hinter uns gelassen haben, führt die Küstenstraße wieder durch Touristengebiet, allerdings ist fast nichts los, obwohl ja gerade Weihnachts-/Hochsaison ist. Vermutlich haben viele ihre Buchungen nach dem Hurrikan storniert.

Wir kommen an einer Autobahnstelle vorbei, auf der eine Überführung für gleich 8 Spuren parallel errichtet wird. Hier wird nicht gekleckert, sondern gleich richtig geklotzt.

Die Touristengebiete sind auch immer mit Vergnügungsparks ausgestattet, und ein Anbieter Wonder Works, haben wir in den USA schon öfters gesehen, baut riesige auf dem Kopf stehende Gebäude. In den Gebäuden gibt es eine Mischung aus Education und Entertainment vor allem für Kinder. Hier können, wie in manchen Technikmuseen, hunderte von Experimenten selbst durchgeführt werden., ganz nach dem Motto: Learning by Doing. Aber, wenn man gerade aus einem Gebiet fährt, in dem die realen Gebäude auf dem Kopf stehen, ist solch ein Anblick etwas heftig.

Bevor wir heute auf einem Walmart-Parkplatz einparken, machen wir unterwegs noch die Wäsche in einer Coin-Laundry. Während wir auf das Wasch-Ende warten, sprechen uns zwei junge Mädels an. Sie wollen unseren Container besichtigen, weil sie sich selbst ein WoMo bauen wollen. Wir palavern nett miteinander, und laden uns in ihre Hofeinfahrt ein, falls wir keinen Übernachtungsplatz finden. Hunger - vom Zürcher Geschnetzelten von gestern gibt es nachher gleich die zweite Hälfte als Abendessen. Da freuen wir uns schon drauf - lecker.

Leider bekommen wir die Info im Walmart, dass dieser Markt zwar kein Problem mit Übernachtung hat, aber wohl der County-Sheriff, und er nächtens wohl auch kontrolliert. Deshalb fahren wir noch ein paar Kilometer weiter, überqueren die nächste County-Grenze und fragen in einem Lowe's-Baumarkt wegen Übernachtung. Hier dürfen wir am hinteren Ende des Parkplatzes, vom Manager genehmigt, einparken und übernachten.

Übernachtungsplatz:

Freistehen Lowe's parking lot, Destin, GPS: 30.391056 , -86.418659, sehr ruhig, empfehlenswert; nachgefragt und vom Manager für eine Nacht das OK bekommen

 

 

Fr. 04.01.19

Weiter geht’s an der Küste entlang Richtung New Orleans. Wie schon in weiter südlich an den Küsten von Westflorida ist auch hier der Sand schneeweiß. Die Temperaturen sind aber leider nicht so, dass es uns zum Baden animiert.

Die Küste ist zerklüftet und durchsetzt mit Wasserarmen und -wegen, die über hohe und zum Teil sehr lange Brücken überquert werden müssen.

Kurz nach Pensacola in Nordflorida überqueren wir die Grenze Florida - Alabama.

 

Alabama – Stars fell on Alabama

 

Allerdings werden wir nicht lange in diesem Staat sein, da der Küstenstreifen von Alabama sehr schmal ist. Hier ist eine sehr große Meeresbucht ins Landesinnere und an der Spitze dieser Bay liegt die größte Hafenstadt Alabamas : Mobile.

Von Osten kommend fahren wir an der Stadtgrenze von Mobile direkt am Battleship-Memorial-Park vorbei, in dem die USS Alabama zu besichtigen ist. Der Eintritt zum Park plus die Gebühr für die Schiffsbesichtigung, ein bisschen auf dem Schiff rumlaufen, belaufen sich auf beinahe 20$/Person. Das ist uns zu teuer, so spannend ist so ein Zerstörer dann doch nicht. Deshalb nur ein paar Bilder von außen, bevor wir weiterdüsen.

Wir müssen einmal um Mobile herum bzw. es teilweise durchqueren. Im östlichen Teil geht es über eine riesige Hängebrücke, die den Hafen und die Wasserarme im Landesinneren in solcher Höhe überspannt, dass auch bequem große Öltanker drunter durchpassen. Von oben haben wir einen tollen Blick auf die Schubkähne und weitere Brücken mit Abschnitten, die für den Schiffsverkehr geschwenkt oder angehoben werden können.

Bevor wir weiter nach Downtown mit ihren Hochhäusern eindringen, leitet uns der Schilderwald drum herum.

Vorbei an Reihenhaussiedlungen kommen wir durch die Historic Downtown. Dieser Stadtteil ist geprägt von herrlichen Reihen ausladender mit Farn bewachsener Eichen, hinter denen sich schnuckelige Südstaatenvillen verbergen.

Am Spätnachmittag überqueren wir dann die Grenze in den Staat Mississippi und steuern unser heutiges Ziel an, einen Walmart-Parkplatz, wollen aber vorher im Shepard State Park nach Frischwasser fragen.

 

Mississippi –  Birthplace of America's Music  oder Feels Like Coming Home oder Magnolia State

 

Die junge Dame am Empfang macht gerade Feierabend, 17.00 Uhr, zeigt uns aber freundlicherweise, wo wir Wasser tanken können und wo wir, falls wir stehenbleiben wollen, für 13 $ eine primitive Campsite finden. Falls wir bleiben wollen, sollen wir das Geld einfach in einen der ausliegenden Umschläge stecken, ein paar Daten ausfüllen und in die Box einwerfen. Alles klar.

Als wir fertig getankt haben, wird es schon dämmrig, und wir entscheiden zu bleiben, stellen aber fest, dass wir nicht passend Kleingeld haben. Wir werden einfach Morgen direkt im Büro zahlen. Kaum eingeparkt wird es auch schon Nacht.

 

Übernachtungsplatz:

Shepard State Park, Gautier, GPS: 30.375155 , -88.630755, primitive Campsite kostet 13$, Warmdusche im Duschhaus, Frischwasser

 

 

Sa. 05.01.19

Ganz schön kalt gewesen heute Nacht. Bevor wir losfahren nehmen wir noch eine ausgiebige warme Dusche und beruhigen den Host, der festgestellt hat, dass wir noch nicht bezahlt haben, dass wir das gleich beim Hinausfahren erledigen werden. Bei der Ausfahrt will ich natürlich bezahlen, aber die nette Dame am Empfang hat heute Morgen schon ihr ganzes Kleingeld abgegeben und mit Karte zahlen ist nicht. Sie findet unser Fahrzeug 'awesome'. Wir reden über unsere Reise, sie ist aus Kanada von PEI, freut sich riesig, dass wir dort auch gewesen sind. Nach 15min meint sie, dass sie uns die Gebühr einfach schenkt und wünscht uns noch eine tolle Weiterreise. Das freut uns natürlich sehr und wir bedanken uns recht herzlich. Die Kanadier sind einfach toll, gefallen uns wirklich sehr!

Auch der Staat Mississippi hat nur einen kleinen Küstenstreifen am Mexikanischen Golf. Wir werden heute also noch auf dem Weg nach New Orleans die Grenze nach Louisiana überqueren.

Jetzt geht es aber zuerst mal an der Küste entlang durch Mississippi und an unzähligen riesigen Casinos vorbei. Der Staat Mississippi hat 1990 wieder das Glücksspiel legalisiert und einen Riesenboom ausgelöst. Vor allem um die Stadt Biloxi herum herrscht eine Dichte wie in Las Vegas. Im Gegensatz zu Las Vegas sind die Casinos hier allerdings nur hässliche Betonburgen, Hotels meistens integriert und an Namen wie 'Gold Nugget' leicht zu erkennen. Freie Parkplätze, günstige Übernachtung und Lunch/Dinner-Buffets, aber kein Entertainment, man will ja Geld verdienen.

In Strandnähe kommen wir an einigen schönen Villen und einem ausgefallenen Kunstmuseum vorbei.

Je weiter wir in den Westen kommen, desto mehr ist die Küste wieder von Fischfang, Schwenkbrücken und unendlich vielen Wasserwegen geprägt, und als wir über den Hwy 90 kommend den Pearl River überqueren, überqueren wir auch gleichzeitig die Staatsgrenze nach Louisiana.

 

Louisiana – Sportsman's Paradise oder Pelican State

 

Nun ist es nicht mehr weit bis zu unserem heutigen Ziel: New Orleans (N'Awlins). Wir dringen ab jetzt ins Mississippi-Delta ein und erkennen auch gleich an den Häusern, die allesamt auf Stelzen gebaut sind, dass man sich hier mit regelmäßigem Hochwasser arrangiert hat.

Bevor wir nach New Orleans reinkommen, müssen wir natürlich erst durch kilometerlange Industriegebiete fahren, die die Außenbezirke solcher Großstädte ausmachen. Der starke Duft einer Kaffeerösterei ist eine angenehme Abwechslung zum Industriemief. Nach mehreren Brücken und zweimal verfahren im Spaghetti der Autobahnen, kommen wir im Stadtteil Algiers Point an, der genau gegenüber dem berühmten French Quarter auf der anderen Uferseite des Mississippi liegt. Hier gibt es eine Fähre und einen günstigen Parkplatz (10$/per day – 0-24.00Uhr).

Die Fähre kostet one way 2$/pers. und bringt uns in 10min direkt ins French Quarter. Einfacher geht es fast nicht. Vorbei an Lotsenbooten und Schleppkähnen, mit Blick zu den großen Mississippi-Brücken, den angeleinten Kreuzfahrtschiffen, geht es in Richtung Downtown New Orleans zum French Quarter. Der Pelikan an der Anlegestelle zuckt nicht einmal, als unsere Fähre ans Quai knallt, der ist hier zu Hause.

Wir laufen zuerst am Mississippi-Ufer durchs French Quarter, vorbei am Steamboat Natchez, das gerade die letzte Rivertour beendet und die Touristenmasse entlädt, bis hinunter zur ältesten aktiven katholischen Kathedrale in den USA, der Cathedral St. Louis King of France. Davor ist noch ein kleiner Park, in dem duftende Rosen blühen. Es ist nicht wirklich kalt, aber das schwülwarme Klima, das man immer im Hinterkopf hat und mit New Orleans verbindet, ist es halt doch nicht.

Die Dämmerung setzt ein und wir arbeiten uns tiefer ins French Quarter rein, bestaunen die tollen gusseisernen Balkone, die mit Blumenkübeln voll mit Farnen geschmückt sind. Zwischendurch immer wieder kleine Villen, meist kleine vornehme Hotels, die die Szenerie auflockern. Auch an einigen bekannten Restaurants wie das Antoines kommen wir vorbei, können es uns gerade so verkneifen, hier zu essen. Die Preise sind horrend! Voll schnieke.

Als die Dämmerung dann langsam in die Nacht übergeht, wird es voll. Aus Straßen werden Flaniermeilen, in den Bars beginnen die Live-Musiker zu spielen, und die Türsteher locken mit 3:1-Angeboten für Bier und Cocktails. In New Orleans darf man auch auf der Straße Alkohol konsumieren, nur nicht in Glasflaschen oder Gläsern. Deshalb gibt es die meisten Getränke in Plastikbechern to go.

Irgendwann meldet sich dann doch der Hunger bei uns und wir setzen uns in ein gemütliches Seafood-Restaurant und bestellen Fettuccine Daphne. Eine schöne Bowl mit viel Shrimps und marinierten Schweinefleischwürfeln in würziger Sahnesoße mit Parmesan drüber. Hatte fast keine Kalorien .... Schleck!

Mit dieser Grundlage suchen wir uns eine Kneipe mit ansprechender Musik und landen letztendlich im Maison Bourbon bei einem großen Light-Bier und zwei tollen Bands.

Die Realität holt uns ein, gähn, und es geht schon recht müde zurück mit der Fähre (die letzte fährt um 24 Uhr), noch ein letzter Blick auf Downtown, rüber nach Algiers Point zu unserem Zuhause. Wir bleiben stehen und werden gleich morgens um 8 Uhr bevor der Parkplatzwärter zum Kassieren kommt zum Walmart weiterfahren.

 

Übernachtungsplatz:

Parkplatz Fähre Algiers Point, New Orleans, GPS: 29.953999 , -90.054653, relativ ruhig, ein paar hupende Züge und Schiffssirenen, kostet 10$ pro Tag also bis 24Uhr. Der Parkplatzwächter verlässt das Gelände gegen Abend und kommt erst wieder morgens um 9 Uhr. Steht man dann noch, müssen für diesen Tag weitere 10$ bezahlt werden. Sehr empfehlenswert aufgrund der Nähe zum French Quarter. Fähre kostet one-way 2$/Pers. - passend bezahlen.


 

So. 06.01.19

Relativ ruhig geschlafen, bis auf vorbei fahrende Schiffe. Wir wollen noch vor dem Frühstück vom Parkplatz hier an der Fähre in Algiers Point rüber zum 9km entfernten Walmart-Parkplatz, damit wir nicht nochmals 10$ Parkgebühren bezahlen müssen. Vom Walmart aus kommen wir auch super mit den Rädern nach Downtown. Ganz schön frisch heute Morgen, aber die Morgensonne strahlt Downtown schon an. Auch der Schaufelraddampfer Natchez liegt schon bereit für die heutigen Touristenströme. Wir queren wieder den Mississippi über die riesigen Eisenbrücken mit Blick hinunter auf die Kreuzfahrtschiffe und die angeleinten Lastkähne.

In den einschlägigen Apps wird dieser Walmart-Parkplatz für Overnight-Parking empfohlen, obwohl hier Verbotstafeln hängen. Neben dem großen Walmart-Platz gibt es allerdings einen kleineren separaten Parkplatz, auf dem auch die Polizei ihre Einsatzfahrzeuge abstellt. Hier stehen bereits zwei andere Camper, wir stellen uns einfach dazu. Es ist ein 7/24-Walmart, bisher wurde laut App hier noch niemand belästigt.

Nach dem Frühstück satteln wir die Fahrräder und machen uns in den 2,5km entfernten Garden District auf. Hier mitten in Up-Town liegt dieser vier Straßen breite Distrikt, der seinen Namen den unzähligen großen alten Bäumen verdankt, zwischen denen die unterschiedlichsten wunderschönen Villen gebaut wurden. Er zieht sich fast 7 km gen Westen bis zum Audubon-Park. Herrlich, überall diese schönen großen alten Bäume, viele behangen mit Tillandsien. Einfach nur schön. Viele dieser Bäume sind bestimmt uralt und durften trotz des Baus dieser tollen Südstaatenvillen stehenbleiben. Das ist uns hier im Süden schon oft aufgefallen, dass man die alten Bäume wenn irgend möglich stehen lässt. Super schön!

Mitten im Garden District liegt ein Highlight von N'Awlins, der Lafayette Cemetery #1. Auf diesem Friedhof dürfen Filmemacher drehen, wenn sie Aufnahmen von einem Friedhof in New Orleans bzw. einem typischen Südstaaten-Friedhof haben möchten, wie z.B. „Interview mit einem Vampir“ (USA 1994). Es gibt selbstverständlich noch viele andere Friedhöfe, dort darf allerdings nicht gedreht werden und teilweise sind sie für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Wer mehr derartige Stätten besichtigen möchte, kann eine Friedhof-Tour buchen, oder eine spezielle Grusel-Tour durch entspr. Zwielichtige Viertel in New Orleans. Wir begnügen uns wie die meisten Touristen mit diesem hier. Irgendwie kommt uns diese doch sehr besondere Szenerie bekannt vor; haben wohl schon Einiges davon in diversen Filmen gesehen. Zum Teil etwas verwahrlost, muss wohl so sein. Auf der einen oder anderen Grab-Tafel Hinweise auf deutsche Wurzeln bzw. aus der schwäbischen Heimat (Faurndau bei Göppingen).

Und weiter durch den Garden District unter Baumalleen, viele schöne Villen.

Durch den Audubon-Park machen wir nur eine kleine Runde: Ein gut besuchter Ententeich, ein kleiner Abstecher zu den mit Tillandsien behangenen Bäumen im angrenzenden Golfparcour. Zurück auf einer der Hauptstraßen entlang des Garden Districts wieder Richtung Osten nach Downtown zum French Quarter. Hier mit dem Rad zu fahren können wir nur empfehlen, da die meisten Straßen einen separat ausgewiesenen Fahrradweg haben bzw. die rechte Fahrspur ist für beides, Fahrräder und Autos, gleichberechtigt.

Ungefähr auf halber Strecke Richtung French Quarter, hören wir plötzlich laute Musik und ausgelassene Stimmung von vielen Menschen. Wir halten. Aus einer Seitenstraße kommt eine Karnevalsparade (Mardi Gras) mit mehreren Wagen und hunderten Menschen. Mit entsprechendem Polizeiaufgebot wird kurzerhand der Verkehr inkl. Straßenbahn lahmgelegt und ausgelassen gefeiert. Wir haben nachgefragt, um welche Parade es sich handelt. Es war keine offizielle New Orleans Parade, sondern ein von einem Stadtteil organisierter Umzug. Die Musik und das Drumherum ist jedenfalls genauso, wie man es aus Film und Fernsehen kennt. Uns hat es sehr viel Spaß gemacht, den Beteiligten beim Tanzen zuzuschauen, vor allem wie die meist sehr gut proportionierten Damen in ihren engen Stretchanzügen sich ungeniert präsentierten und mit all ihren Vorzügen das Publikum unterhalten. Auch die jüngeren üben schon kräftig am Wegrand, machen mit ihrem ausgeprägten, eng eingepackten Hinterteil akrobatische Übungen und verewigen diese gleich in Fatzebuck oder Instagramm. Wusste gar nicht, dass die Verwandtschaft der Kim Kardashian so groß ist. Jedenfalls wundern wir uns jetzt nicht mehr über deren prachtvolles Hinterteil. Frau braucht das hier.

Im French Quarter angekommen, fahren wir direkt zur Kathedrale und bummeln noch etwas über den Künstlermarkt, schauen auf dem French Market vorbei mit einem kleineren Essbereich und einem größeren mit allem möglichem Krimskrams. Wir gönnen uns ein etwas überteuertes Poboy (typisch für New Orleans: Baguette-Sandwich mit Einlage). Anschließend rollen wir nochmal durchs French Quarter an den Häusern mit den tollen Balkonen vorbei, die wir heute nochmal bei Tageslicht betrachten können. Zu guter Letzt treffen wir auch noch auf die in Reiseführern beschriebenen Straßenpoeten, die gegen Geld spontan Gedichte oder Briefe schreiben.

Wir machen uns jetzt auf den Heimweg, da die Sonne sich inzwischen auch schon wieder dem Horizont nähert und es mit kurzen Hosen und T-Shirt langsam unangenehm wird.

Als wir am Walmart ankommen, haben Devon und Dayna aus Kanada mit ihrem Camper neben uns eingeparkt. Die beiden haben wir an der Atlantikküste in Florida am Stuart Beach schon kennengelernt.

Heute Abend ist der erste offizielle Karnevalsumzug in 2019 im French Quarter und die beiden fahren mit dem Fahrrad rein. Eigentlich auch so von uns geplant, aber nachdem wir nachmittags den Umzug gesehen haben und eine Verschnaufpause jetzt nicht schlecht wäre, überlegten wir, den Umzug sausen lassen. Auf der anderen Seite, wenn man schon mal da ist... Nach einer Lichtprüfung an den Fahrrädern, funktionieren nur teilweise. Also erst mal Walmart und Zusatzbeleuchtung organisiert bevor es losgeht. Als wir im Quarter ankommen, stehen entlang der Strecke schon Hunderte Menschen und warten. Also haben wir noch nichts verpasst und müssen trotzdem noch über eine halbe Stunde warten bis endlich etwas passiert.

Um es vorweg zu nehmen: Thema Krewe of Jeanne d'Arc, also ein Umzug zu Ehren von Jeanne d'Arc. Zusammengefasst erinnert der Umzug eher an einen Martinsumzug mit Laterne als an einen Karnevalsumzug in New Orleans. Wir haben eine Parade mit viel Musik und so was ausgelassenes wie mittags erwartet und sind deshalb etwas enttäuscht. Der Umzug ist dann auch nach ca. 45 Min. vorbei und nur gegen Ende sind Kostüme und Darsteller etwas ausgefallener.

Danach haben wir keine Lust mehr in eine der überfüllten Kneipen zu sitzen und den „Ballermann-Amerikanern“ beim Alkoholvernichten zuzuschauen, mit Vollgas nach Hause und dort das Feierabend-Viertele getrunken.

 

Übernachtungsplatz:

Freistehen Walmart, New Orleans, GPS: 29.953999 , -90.054653, relativ ruhig, sehr empfehlenswert; mit dem Fahrrad in 15-20min ins French Quarter oder zum Lafayette Friedhof und das tolle Garden District: Es gibt zwar Verbotstafeln am Parkplatz, aber es ist ein 7/24-Walmart und bisher wurde niemand gestört, wenn man ganz hinten bei den Polizeiautos parkt.

 

 

Mo. 07.01.19

Bei mir/P macht sich eine Erkältung bemerkbar. Wahrscheinlich habe ich von Hedi ein paar Viren abbekommen.

Devon und Dayna haben uns den City Park empfohlen. Dort kann man wohl super kostenlos stehen, was uns eine deutsche Lehrerin, die hier in der Nähe unterrichtet, bestätigt. Da wir die nächsten Tage wahrscheinlich eher Ruhe brauchen, wollen wir nicht beim Walmart stehen bleiben, sondern wechseln in den etwas nördlich liegenden City Park. Bei Marion wird es sich zeigen, wie immun sie gegen meine Viren bzw. mich inzwischen ist.

Auf dem Weg dorthin kommen wir nochmal über die Spaghetti-Highway-Kreuzung mit Blick auf das etwas abstrakt aussehende und für 25 Mio.$ gebaute WWII-Memorial und die Superbowl-Arena (Mercedes-Benz).

Der City Park ist ziemlich groß. Wir fahren zuerst mal die Straßen ab und bleiben dann am Straßenrand mittendrin in der Nähe eines kleinen Sees stehen.

Wir stehen zwar mitten im Park, aber die naheliegende Autobahn erzeugt ein nicht zu überhörendes Dauerrauschen. Wir hoffen, es wird nachts ruhiger.

 

Übernachtungsplatz:

Freistehen City Park, New Orleans, GPS: 29.998501 , -90.094936, empfehlenswert. Bedingt ruhig, obwohl mitten im Park hört man das nicht unerhebliche Grundrauschen des nahen Highways. Keine Verbotstafeln, einfach am Straßenrand in der Nähe des See/Wasserwegs eingeparkt.

 

Di. 08.01.19

Nachts war es relativ ruhig, aber ab morgens 5:30 Uhr wird es wieder lauter. Auf jeden Fall besser als beim Walmart, wo doch immer mal wieder ein Schiff oder die Eisenbahn mit lautem Hupen vorbei fahren.

Mich/P hat's erwischt; die Erkältung hat mich immer mehr im Griff. Deshalb bewege ich mich nicht aus dem „Wohnzimmer/Schlafzimmer“ raus. Ich versuche, die Zeit zum Homepage schreiben zu nutzen, aber mit dickem Schädel läuft das auch nicht so gut.

Marion geht zwischendurch mit der Kamera auf Vogelpirsch. Vor allem der hier heimische Pelikan, der sich redlich abmüht, einen Fisch zu fangen, hat es ihr angetan. Da er unermüdlich startet und kurz danach zum erfolglosen Fischfang ins Wasser einbombt, bekommt er von ihr den Spitznamen Dumpfbacke.

 

Übernachtungsplatz:

Freistehen City Park, New Orleans, GPS: 29.998501 , -90.094936, empfehlenswert. Bedingt ruhig, obwohl mitten im Park hört man das nicht unerhebliche Grundrauschen des nahen Highways. Keine Verbotstafeln, einfach am Straßenrand in der Nähe des See/Wasserwegs eingeparkt.

 

Mi. 09.01.19

Obwohl es mir nicht besser geht, machen wir uns heute auf, um aus New Orleans rauszukommen und im Mississippi-Delta auf einem freien Stellplatz auf einer WMA-Fläche (Wildlife Mgmt Area) etwas mehr Ruhe zu finden und die Erkältung auszukurieren.

Wir fahren aus dem City Park raus und nicht weit zuerst ans Ufer des nördlich von New Orleans gelegenen Lake Pontchartrain; ungefähr die 3-4fache Größe des Bodensees. Der heute böige Wind und die aufgepeitschten Wellen am Kai - es könnte auch das Meer sein, kein Ufer in der Ferne zu erkennen. Schnell ein paar Fotos aus dem Fenster und wir biegen nach Westen ab.

Dass wir uns in einem riesigen sumpfigen Flussdelta befinden, sehen wir u.a. an den Straßen und Autobahnen, komplett auf Betonstelzen gebaut im Brackwasser stehend. Die Sumpfzypressen sind fast vollständig mit Tillandsienbärten überzogen. Ständig müssen irgendwelche Wasserstraßen überquert werden über Hebe-Brücken oder über kleinere zum Schwenken.

Auf halber Strecke kommen wir noch an einer öffentlichen Dumpingstelle vorbei. Zum Mittagessen testen wir heute mal die Diner-Fastfood-Kette Waffle House. Wie in anderen Fastfood-Ketten auch, ist das Essen 'genormt', aber hier in dem offenen Diner kann man dem Koch beim Zubereiten über die Schulter sehen. Für zwischendurch, wenn man Strecke machen will und nur wenig Zeit ist zum Kochen, ist das Waffle-House eine gute Alternative zu den anderen Fress-Ketten hier.

Die Gegend hier ist gespickt mit Firmen, die sich im Ölgeschäft tummeln, vor allem für Zubehör im Offshoring draußen im Mexikanischen Golf auf den Bohrinseln. Bohrgestänge liegt auf großen Lagerflächen, wird zum Teil vom LKW direkt auf die Zuliefererschiffe verladen.

Fast am Ziel durchfahren wir den Historic District von Franklin mit seinen alten Bäumen und versteckten Villen. An diesen riesigen alten Bäumen können wir uns nicht sattsehen. Einfach toll und ganz typisch für diese Gegend.

Am Ende des Städtchens steht eine große Zuckerrohrfabrik, aus vielen Schloten kräftig dampfend. Kilometerweise Felder, alle gleich bearbeitet (erhöhte Pflanzreihen wie beim Spargelanbau), komplett voll Zuckerrohr in den unterschiedlichsten Wachstumsphasen. Später erfahren wir, die Erntezeit und Verarbeitungszeit von Zuckerrohr ist beschränkt auf die Wintersaison von Oktober bis April. In dieser Zeit werden in den einzelnen Fabriken die unglaubliche Menge von mehr als 17.000 To Zuckerrohr pro Tag verarbeitet. Im gesamten Deltagebiet von Louisiana gibt es -laut Google- mehr als 20 solche Fabriken. Daran lässt sich ermessen, wie groß die Anbaufläche und die Logistik dafür ist. Egal wo wir fahren, im Abstand von Minuten kommen uns die riesigen Laster mit Zuckerrohr entgegen oder fahren leer wieder zur Ernte auf die Felder. Hier wird das Zuckerrohr wie Mais am Boden abgeschnitten, in ca. 25cm lange Stücken gehackt und direkt in die parallel fahrenden Anhänger geblasen.

Leider ist es aus versicherungstechnischen Gründen nicht möglich, eine Zuckerrohrfabrik zu besichtigen. Aber von weitem schon sind die Berge frischen Zuckerrohrs, die an-und abfahrenden LKWs bzw. Traktoren und Schaufellader, sowie der riesige Berg hinter der Fabrik des zermahlenen vom Zucker befreiten Abfallmehls=Bagasse (Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Bagasse) total beeindruckend. Das Zuckerrohr wird, bevor der Zucker heraus gekocht wird, mittels mehreren Mahlwerken geschreddert (96 Schneideblätter, wie bei einer Holzkreissäge, sind auf einer Welle angeordnet und werden von einem 1500PS-Motor angetrieben). Die Bagasse wird -laut Wikipedia- in der Industrie, Chemie und Viehzucht weiterverwendet. Der Bagger und der LKW sehen wie Spielzeug vor dem Bagasse-Berg aus.

Knappe 9km hinter Franklin liegt das WMA-Gelände. Der Platz ist menschenleer und herrlich ruhig. Etwas weiter ist ein großer Damm, hinter dem der Sumpf beginnt. Hier ist auch die großzügig angelegte Bootsrampe mit Toiletten, Frischwasserhahn und großen Müllcontainern. Wir bleiben vorne auf der Picnic-Area und gehen nur zum Sonnenuntergang auf den Damm hinauf. Pünktlich, eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang, sammelt sich laut zeternd ein Vogelschwarm in den naheliegenden hohen Bäumen. Spätestens jetzt wissen wir, dass wir loslaufen müssen, um nichts Sensationelles zu verpassen.

Sonnenuntergang....

Hedi und Theo sind heute dieselbe Strecke gefahren wie wir und kommen in der Dämmerung an, parken direkt hinter uns ein auf dem großen Platz. Der Boden ist etwas weich, deshalb bleiben wir Schwergewichtler auf dem Weg.

Übernachtungsplatz:

Freistehen Attakapas WMA, Franklin, GPS: 29.876288 , -91.454917, sehr ruhig, sehr empfehlenswert, kostenlos, Permit ausfüllen, Wasser bei der Bootsrampe

 

Do. 10.01.19

Die Fahrt gestern hat mich doch ziemlich angestrengt. Sonnig aber windig mit einer recht frischen Grundnote. Zum Frühstück gibt es heute mal Knack&Back-Zimtschnecken mit Zuckerguss und dazu eine heiße Tasse Chai-Tee, das wärmt von innen.

Wir bleiben die meiste Zeit in der Hütte wegen des kalten Windes und auch der Erkältung geschuldet. Nur kurze Ausflüge zu Nachbars. Theo macht heute seinen Ölwechsel und ich/P hab zwischendurch mal vorbeigeschaut. Marion hat wieder zwei leckere Brote gebacken.

Bei unserem Duschvorhang ist auf beiden Seiten die Fiberglas-Stange gebrochen. Da muss mal wieder gebastelt, aufgepresst und ausgebohrt werden. Hat gut funktioniert und nach einer halben Stunde ist der Vorhang wieder einsatzbereit.

Voll Sonne ist für Morgen angesagt und es soll etwas wärmer werden. Um ausgerüstet zu sein, und wenn es gesundheitlich irgendwie geht, wollen wir unseren anstehenden Ölwechsel auch gleich Morgen anpacken. Deshalb nochmal in den nächstgelegenen Walmart in Franklin und Öl bzw. ein paar Lebensmittel einkaufen.

 

Übernachtungsplatz:

Freistehen Attakapas WMA, Franklin, GPS: 29.876288 , -91.454917, sehr ruhig, sehr empfehlenswert, kostenlos, Permit ausfüllen, Wasser bei der Bootsrampe

 

Fr. 11.01.19

Gestern sonnig, aber doch ein recht kühler Nordwind. Heute fehlt erfreulicherweise diese kühle Komponente. Deshalb den Tag nutzen und den fälligen Ölwechsel durchziehen, trotz angeschlagener Gesundheit. Wat mut, dat mut! Der Platz ist trocken, fast kein Publikumsverkehr, außer ein paar Fischer, die mit ihren Booten auf der Straße vorbeifahren. Von Theo bekommen wir eine große Plastikwanne, die er gestern für seinen Ölwechsel nutzte. So ein Ölwechsel ist immer eine recht schmierige Angelegenheit, aber wir haben es ohne einen Tropfen Öl auf den Boden zu verlieren durchgezogen und auch gleich noch den Dieselfilter getauscht.

Nach einer kurzen Verschnaufpause auf dem Bänkle in der Sonne wird dann auch noch abgeschmiert, weil das laut Wartungsplan ebenfalls ansteht. Alles wieder aufgeräumt und Peter frisch gewaschen, fahren wir die 10km zurück zum Walmart, testen während der Fahrt, ob die Heizung im Fahrerhaus wieder funktioniert (Motorölwärmetauscher), und geben dann die überzählig gekauften Ölkanister wieder zurück. Das Altöl nimmt dieser Markt leider nicht an, weil er keine Autoabteilung hat. Beim Warten in der Serviceschlange bekomme ich/P den Tipp, dass ein Autoteilehändler ganz in der Nähe Altöl annimmt. Gesagt, getan. Hin zum Autoteilehändler und das Öl aus unseren Kanistern in einen großen Tank gekippt. Unsere Kanister muss ich allerdings wieder mitnehmen; die bekommt der Walmart zurück, in zusätzliche Mülltüten verpackt in die Parkplatzmülleimer rein.

Eine Öl-Kontrolle im heißen wie auch im kalten Zustand zeigt bei einer eingefüllten Menge von 15,5L die gewünschte Füllhöhe zwischen den beiden Strichen auf dem Ölstab. Passt. Einwandfrei!

Mittlerweile doch recht spät geworden, schon gleich 7pm. Zurück am Platz ist Peter dann so durch den Wind, dass er nicht einmal mehr etwas zu essen haben will, sondern nur noch Tee und Hustenbonbons. Oh-Oh! War halt doch ein bisschen viel heute, und das mit Männerschnupfen! Die zusätzlich eingeworfenen Grippostad beginnen nach ca. 1 h zu wirken, so dass es noch ein erholsamer entspannter Fernsehabend wird.

 

Übernachtungsplatz:

Freistehen Attakapas WMA, Franklin, GPS: 29.876288 , -91.454917, sehr ruhig, sehr empfehlenswert, kostenlos, Permit ausfüllen, Wasser bei der Bootsrampe

 

 

Sa. 12.01.19

Für heute ist Regen angesagt und s'geht auch gleich morgens los. Ich/P brauche heute sowieso einen strengen Ruhetag; der gestrige Ölwechsel- und Abschmiertag ging ziemlich an die Substanz. Nachmittags noch eine kleine Abwechslung: Ein junges Pärchen hat sich mit seinem Transporter/Camper in der matschigen Wiese festgefahren. Die beiden haben zwar eine Seilwinde, können sich aber selbst nicht befreien; die Bäume in der Nähe nützen nichts. Deshalb fahren wir mit unserem Moppel in für deren Seilwinde erreichbare Nähe. Am Schäkel hinten an unserem Rahmen können sie sich einhaken. Jetzt ist es kein Problem, den Transporter wieder auf trockenen Grund zu bekommen.

Nach dieser kleinen Abwechslung schnell wieder rein in die Kiste. Für Peter mit seiner angeschlagenen Konstitution ist diese Aktion doch noch recht anstrengend. Diese Erkältung muss zuerst richtig auskuriert werden bevor es weiter geht. Wir wollen ja nicht, dass sich das noch ewig hinzieht und er evtl. 'was verschleppt.

 

Übernachtungsplatz:

Freistehen Attakapas WMA, Franklin, GPS: 29.876288 , -91.454917, sehr ruhig, sehr empfehlenswert, kostenlos, Permit ausfüllen, Wasser bei der Bootsrampe

 

 

So. 13.01.19

Ein weiterer Tag, um den grippalen Infekt / Männerschnupfen auszukurieren. Also lesen, schreiben, schlafen, Filme gucken, zwischendurch mal was essen ....

Hedi und Theo zieht es weiter, auch wenn Hedi noch mit ihrer Grippe zu kämpfen hat. Man wird sich in den nächsten Wochen sicher wieder über den Weg laufen.

Marion treibt es irgendwann doch noch mit Jacke und Kamera bewaffnet hinaus. Sie wandert etwas auf dem Damm am Sumpf entlang und zum großen Parkplatz mit boat ramp.

Irgendwann nachmittags kommt noch ein kleinerer Transporter angefahren. Marion kommt gerade von ihrem Spaziergang zurück und ratscht gleich mal ewig mit dem neuen Nachbarn. Es ist Patrick aus der Nähe von Heilbronn; begrüßt uns mit schwäbischem Dialekt. Er ist für ein Jahr unterwegs, hat den Westen, Teile von Kanada und Alaska schon besucht. Er möchte nach Florida in die Wärme und dann noch ein bisschen Osten. Danach zurück nach Kanada, wo er Verwandtschaft hat. Dort will er den Transporter verkaufen bevor er wieder nach Hause fliegt. Wir sitzen bei uns bei warmem Chai-Tee zusammen und reden über seine und unsere Erlebnisse. Schwaben international .... D'Schwoba triffsch hald iebrahl.

 

Übernachtungsplatz:

Freistehen Attakapas WMA, Franklin, GPS: 29.876288 , -91.454917, sehr ruhig, sehr empfehlenswert, kostenlos, Permit ausfüllen, Wasser bei der Bootsrampe

 

Mo. 14.01.19 und Di. 15.01.19

Voll die Relaxtage .... selbst verordnete Bettruhe.... Grippostad und Tee .....

Marion ist echt zäh – hält durch, hat sich noch nichts eingefangen.

 

Übernachtungsplatz:

Freistehen Attakapas WMA, Franklin, GPS: 29.876288 , -91.454917, sehr ruhig, sehr empfehlenswert, kostenlos, Permit ausfüllen, Wasser bei der Bootsrampe

 

Hier wieder die Kartenübersicht der 29. und 30. Woche mit den gewählten Stellplätzen:

USA_2019_Jan_1

 

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Teil 16: Nordamerika 2018: USA - LA / TX