24.02.16 Tag 22: Nach einer wie schon beschriebenen nicht wirklich erholsamen Nacht, starteten wir erneut ohne richtiges Frühstück (Kekse, Schokoriegel..) zurück auf die Piste. Heute steht eine etwas entspanntere Strecke auf dem Programm von Sekong aus bis zu den Tad Lo-Wasserfällen als Ziel.

Auf dem Weg wechselten sich die für uns inzwischen schon gewohnten Szenerien aus dem laotischen Alltag ab, was ein relaxtes Fahren durch die Landschaft erlaubt. Lotusfarmen, wassergefüllte Reisäcker, Stelzendörfer, blühende Farbtupfer in der sonst staubtrockenen Landschaft, waghalsige Bambusbaugerüste, Brandrodungen, einsame Kapokbäume und mitten im Nirgendwo liegende Schulen sind die Elemente aus der sich die Strecke entlang der Strasse zusammensetzt.

Einige Kilometer vor Thateng entdecken wir das verblichene Schild der Organic Silk & Teafarm Mai Savanh Lao (oranger Stern in der Karte), deren Beschreibung wir auch im Internet gelesen haben. Eine Schweizerin hat sich vor Jahren zur Aufgabe gesetzt mit biologisch dynamischen Anbau von Tee, Seide, Pfeffer, Inkanuss, Spirulina-Algen und Hibiskus landwirtschaftliche Produktions-alternativen für die laotische Landbevölkerung zu entwickeln und einen Fairtrade-Vertrieb, vorallem in Europa, für diese Produkte aufzubauen. Über staubige, ausgewaschene und damit schwierig zu fahrende Pfade erreicht man die Farm. Wir kommen gerade an, als der deutsche Volontär seine kleine Führung mit einer Handvoll anderer Interessenten startet. Er berichtet mit welchen bürokratischen Hürden, mit dem Desinteresse der Bevölkerung (keine langfristige Perspektive, sondern lieber das schnelle Geld in die Hand) als auch mit der zum Teil widerspenstigen Natur (Termiten zerstören alles was nach Holz aussieht), man zu kämpfen hat.

Nach einem Rundgang durch die Pfefferplantage, vorbei an blühendem Hibiskus zwischen Teeplanzen und den Inkanussfelder mit den vielen neuen Stecklingen besichtigen wir den schon etwas in die Tage gekommenen mit eigenen Mitteln reparierten Maschinenpark zur Seide bzw. Teegewinnung. Zum Abschluss begutachten wir noch die Spirulina-Algenzucht. Die Algen werden abgefischt, in dünnen Schnüren auf Trockengestelle gespritzt und schonend getrocknet. Die Algen werden in einen Kraftriegel eingearbeitet, damit die laotischen Kinder über diesen Weg die für ihre Entwicklung notwendigen Mineralien bekommen. Gerade bei den Kindern findet man deutliche Mangelerscheinungen. Das Problem ist nur, daß die Riegel so gut schmecken, daß die Eltern sie essen und die Kinder wieder leer ausgehen.

In Thateng welches sich als Handelsposten an der grossen T-Strassenkreuzung entpuppt manchen wir eine Mittagspause und bestellen in der Suppenküche Nudelsuppe mit Gemüse. Während wir warten entdecken wir das Huhn am Stück welches wohl schon den ganzen Morgen in der Suppe kocht. Die Nudelsuppe war auf jeden Fall absolut lecker und stillte den Hunger bis abends.

Weiter geht es in Richtung Tad Lo-Wasserfälle vorbei an Brandrodungen nur in der Ferne hinter den Stelzendörfern sichtbar, vorbei an akurat gepflanzten Wälder, wegen der Trockenzeit blattlosen, Mahagonistämmen und vorbei an Sammelstellen für getrocknete, geschredderte Maniokwurzeln.

An den Fällen ist bis auf eine Handvoll schwimmenden Kindern wenig los. Wir haben uns die Unterkünfte in der Nähe angeschaut und während einer Ruhepause im Schatten die Entscheidung getroffen, daß der Tag noch einiges an Luft bietet, den langen Weg nach Pakse zurück anzutreten und den gewonnenen Tag lieber in einen Erkundungstag südlich von Pakse zu investieren, als hier in Tad Lo wo nichts los ist eine weitere Nacht zu verbringen.

Wir kommen noch an dem in der Nähe liegenden Tad Soung Wasserfall vorbei, zu welchem man mittels einem Fussmarsch durch die Felder gelangt. Aber auch hier ist nur ein Rinnsal wegen der herrschenden Trockenheit zu erkennen. Marion ist bei den Scooter geblieben und verteilt an die Kinder Kaugummi, bis ich wieder von meiner Erkundigung zurück bin. Wir befinden uns jetzt auf dem westlichen Teil des Loops in Richtung Süden, vorbei an Kaffeeplantagen bzw. Maniokfelder, auf welchen kräftig geerntet wird bzw. das schon getrocknete Erntegut an zentrale Sammelstellen abgeliefert wird. Auch hier sieht man wieder deutlich das Problem der Landbevölkerung. Subventioniert sind fast alle auf Maniokanbau umgestiegen, was zu einer Massenproduktion geführt hat und wegen des Preisverfalls die Bevölkerung in eine noch stärkere Abhängigkeit vom Staat bzw. Grosskonzerne getrieben hat. Auf Grund der "schnellen Mark" bzw. Hand in den Mund-Mentalität der Laoten haben es Initiativen wie die oben beschriebene Mai Savanh Lao sehr schwer auf Langfristigkeit angesetzte Projekte und schonender Umgang mit den Böden, bei der Bevölkerung zu platzieren.


Auf halben Weg zwischen Tad Lo und unserem nächsten Etappenziel dem Wasserfall Tad Pasuam entdecken wir am Wegesrand das Schild zu einer kleinen Lodge dessen Besitzer Mr. Vieng auch selbst gerösteten Kaffee und Erdnüsse anbietet. Hier machen wir einen Pause für unser Sitzfleisch und Marion geniesst einen frisch gebrühten leckeren Kaffee.

Nach der kurzen Pause, die Zeit schreitet leider hurtig voran, steuern wir direkt zum Tad Pasuam. Man zweigt von der Hauptroute ab und kommt entlang einer Palmengesäumten Zufahrtstrasse zum Wasserfall im Hinterland. Nachdem man auf dem Gelände die tolle Bambusbrücke überquert hat, sieht man den eigentlichen Wasserfall, welcher wie die kleine Version der Niagara Horse shoe falls in Kanada aussieht. Wegen des überschaubaren Wasserstands kann man oberhalb des Wasserfalls über die Steine klettern und direkt in die Wasserstrudel reinschauen oder einfach nur die Füsse ins kühlende Nass hängen.

Den Rest der Strecke geben wir richtig Gas, damit wir noch vor Einbruch der Dunkelheit rechtzeitig in Pakse ankommen. Mit nur einem Tankstopp haben wir es problemlos geschafft und freuen uns schon wie Bolle auf einen leckeren abendlichen Trip zu unserem "Lieblingsitaliener". Gute Nacht.....

 

25.02.16 Tag 23: Nach einer erholsamen Nacht und leckerem Frühstück, wollen wir heute mal einen etwas ruhigeren Tag einlegen und Pakse erkunden. Dafür bietet sich es an den riesigen sitzenden Buddha auf dem Bergrücken über dem Mekong aufzusuchen. Dazu überqueren wir wieder die Lao Nippon-Brücke und kommen wieder zu den Gebäuden in welchem die Mönche des Wat Phou Salao Tempels wohnen und der Treppe am Fuss des Berges hinauf zum Tempel. Wir haben immer noch keine Lust die Treppe hinaufzusteigen und machen uns auf die Suche nach einer Strasse über welche das Wat Phou Salao versorgt wird. Auf der Rückseite des Berges werden wir fündig und schon die Auffahrt bietet tolle Ausblicke in die Ferne durch welche sich der Mekong schlängelt.

Zurück vom Berg verbringen wir die Mittagspause auf einem Flussbootrestaurant am Mekongufer und geniessen das laue Lüftchen über dem Wasser und die Aussicht rüber zur grossen Brücke und dem Buddha oben auf dem Berg. Anschliessend fahren wir den Mekong entlang und gelangen nicht weit vom Schiff entfernt zur größten und wichtigsten Tempelanlage von Pakse dem Wat Luang Pakse. Es ist früher Nachmittag und selbst die Mönche weichen der herrschenden Hitze in den kühlen Häusern aus und deshalb haben wir die Tempel fast für uns alleine. Ein Brautpaar nutzt ebenfalls das gute Licht und die wenigen Besucher für Hochzeitsfotos.

Die älteren Gebäude sind mit wunderschönen Schnitzereien bzw. Steinstatuen ausgestattet, während die Gebäude jüngeren Datums mit Farbenfülle und Prunk versuchen den Blick des Besuchers einzufangen.

Nach dem ruhigen Tempel bummeln wir nochmal über den riesigen Markt und versuchen nochmal Details zu entdecken, welche wir beim ersten Mal vor lauter Fülle übersehen haben. Viel Spass beim Anschauen im Grossformat.

Als Abschluss des Tages gönnen wir uns noch eine ausgiebige Fussmassage in einem kleinen Massagesalon direkt gegenüber dem "The Pakse Hotel". Danach müssen wir nur noch über die Strasse wechseln und im Hotel auf die Dachterrasse fahren um im dortigen openair-Restaurant den Sonnenuntergang und ein lecker Essen im romantischen Ambiente geniessen.

 

26.02.16 Tag 24: Ursprünglich hatten wir in unserer Planung einen 2-3 Tagesaufenthalt in der Kingfisher Ecolodge südlich des Bolavenplateaus in der Nähe der historischen Stätte Phou Asa gebucht, um dort auf Elefanten die aus Primärwald bestehende Umgebung zu erkunden. Da wir nur knapp 4 Wochen Zeit haben, mussten wir Abstriche machen und haben schon frühzeitig dieses Ziel aus dem Programm genommen, aber durch die verkürzte Bolaventour (roter Loop) haben wir noch einen Tag gewonnen und nehmen heute nach Rücksprache mit unserem Lodgebesitzer die Strecke nach Phou Asa (blaue Tourstrecke) mit dem geliehenen Scooter in Angriff.

Die Strasse 13 in den Süden ist die Hauptverbindungader und deshalb gut ausgebaut, aber direkt am Abzweig auf die Route 18 in Richtung Attapeu geht es auf die unbefestigte Route und schon nach wenigen Kilometer erkennt man, daß aktuell der ehemalige Dschungelpfad mit viel Aufwand im Primärwald verbreitert wird. Und das mitten durch den Xe Pian Nationalpark. Auf der unglaublich staubigen Strecke sehen wir auch gleich rechts und links der Strecke wie mit minimalem Abstand zur Strasse die ersten Felder brandgerodet werden, nachdem man ja nun diese Felder gut erreichen kann.

Im Dorf Ban Kiet Ngong angekommen weist uns ein Einheimischer in die richtige Richtung hinauf in den Urwald in welchem sich auf einem Plateau die historische Stätte Wat Phou Asa befindet. Aber eigentlich hätten wir es auch nicht verfehlen können, man braucht nämlich nur der Elefanten-Köttel-Spur folgen. Wir sind froh über unsere Scooter und dem bißchen Fahrtwind, ansonsten müssten wir in der Hitze über eine Stunde auf einem Elefanten den Berg hinaufwanken. Oben auf der Steinplatte angekommen wachsen nur noch ein paar Sträucher auf denen sich auch schon die Termiten eingerichtet haben.

Zu Fuss erklimmen wir die letzten Meter und stehen mitten in dem Karree mit den aus losen Steinen aufgeschichteten Säulen. Man hat das Areal problemlos in ein paar Minuten abgewandert, geniesst noch den Ausblick in die Ebenen, welche normalerweise in der Regenzeit eine Sumpflandschaft sind, aber aktuell knochentrocken sind. Es wird vermutet daß es sich um die Überreste einer altertümlichen Tempelanlage handelt.

Während die Elefantenreiter wieder zurück ins Dorf trotten, machen wir auf der halben Strecke nach unten halt und erkunden entlang erkennbarer Wege ein paar hundert Meter den Urwald. Es hat schöne grosse Baumriesen und bei genauer Betrachtung auch einige nichtblühende Orchideen, aber ansonsten leider wenig aufregendes, es ist halt zu trocken und daher die falsche Zeit, weshalb wir irgendwann auch wieder umdrehen und uns auf den Rückweg machen.

Die Heimfahrt ist wieder sehr staubig und frustrierend wenn man die Zerstörung so hautnah erfährt. Und alles nur um auf dem gerodeten Land Maniok anzubauen, für welchen es sowieso kein vernünftiges Geld mehr gibt.

Für die Rückfahrt konnten wir uns etwas Zeit lassen und bei geringer Geschwindigkeit die Eindrücke der Landschaft und der hier lebenden Menschen auf uns einwirken lassen. Als wir auf Höhe Champasak auf der Route 13 unterwegs waren, bogen wir nach links in Richtung Mekong ab und querten mit einem Boot diesesmal in die andere Richtung den Fluss. Wir kehrten nochmal bei dem uns schon bekannten Restaurant in hollandischer Führung ein und genossen zum letzten Mal ein Laab aus Hühnchenfleisch mit Klebreis. Da wir morgen in Richtung Bangkok abreisen, ließen wir uns Zeit und nahmen die gemächliche Stille des grossen Flusses in uns auf. Zurück in Pakse haben wir erneut einen tollen Blick von der Lao-Nippon-Brücke aus auf das Champasak Grand Hotel und auf den auf der anderen Seite liegende Dao Heuang Group Palace. Die Dao-Group ist Anfang der 1990er als Import-Export-Gesellschaft gegründet worden und ist inzwischen einer der größten Konzerne in Laos. Sie besitzt u.a. riesige Kaffeeplantagen und Verarbeitungsfabriken. Der Dao-Kaffee ist im ganzen Land bekannt. Was mit diesem riesigen Palastgebäude geplant ist, war nicht herauszubekommen und ebenfalls eine Besichtigung war nicht möglich, was leider auch für die Kaffee-Fabriken auf dem Bolaven galt.

Den letzten Abend genossen wir nochmal auf dem Dachrestaurant des zentral gelegenen Pakse Hotel mit lecker Essen, atemberaubendem (fast schon kitschigem) Sonnenuntergang über dem Bolavenplateau und süffigen Longdrinks.

 

27.02.16 Tag 25: Ein letztes Mal geniessen wir die frisch gebackenen Brötchen und die leckeren Früchte (die Mangos sind aus dem eigenen Garten) zum Frühstück. Die Scooter sind auch schon wieder vom Schwager tiptop geputzt und gewartet und warten auf die nächsten Touris, welche nicht eine der angebotenen begleiteten Touren an der Reception buchen wollen, sondern wie wir das Hinterland auf eigene Faus entdecken will. Der Hausherr fährt uns noch auf den Flughafen und von der Hausherrin bekommen wir noch 4 frisch gepflückte Mangos mit auf die Reise. Das Einchecken geht problemlos vonstatten, wir haben genügend Zeit um die letzten Kip am kleinen Flughafenladen auszugeben und die notwendigen Ausreiseformulare auszufüllen. Der Rückflug geht erst einmal wieder Richtung Norden entlang des  mäandernden Mekongs nach Savannaketh und von dort überfliegen wir die Laos-Thailand-Friedensbrücke in Richtung Bangkok. Beim Blick aus dem Fenster erkennt man nochmal deutlich wie ausgedörrt das ganze Land ist. Beim Anflug nach Bangkok erkennt man die Wassergärten am Golf von Thailand und kurz vor der Landung die zentralen Autobahnen, welche die Megastadt mit dem Rest des Landes verbindet.

Mit dem Taxi zum Hotel Bosotel ins Zentrum von Bangkok, Zimmer beziehen und zügig wieder los marschiert, damit wir noch den späten Nachmittag und Abend in Bangkok nutzen können. (frei nach dem Lied "one night in Bangkok" von Murray Head). Wir nehmen den Skytrain und fahren raus zum Chatuchak Markt. Dort wollen wir uns durch die tausende Stände treiben lassen. Gleich neben dem berühmten Chatuchak steht ein sehr expressives neues Gebäude, genannt Siam Orchid Market, welches entfernt an ein riesiges Schiff erinnert. Darin und auch aussen herum werden in der Hauptsache Orchideen gehandelt. Es war nicht einfach zu finden, da kein Polizist oder Ordner an den Ausgängen zum Chatuchak das Gebäude kannte. Zu letzt haben wir es dann doch entdeckt, allerdings war die Sonne schon am versinken und deshalb die Lichtverhältnisse um die Orchideenpracht abzulichten eigentlich zu schlecht. Anschliessend sind wir durch den benachbarten Früchtemarkt zurück zum Chatuchak, allerdings haben wir nicht wirklich viele Souvenirs gefunden, wir waren wohl doch schon zu oft da.

So langsam meldet sich der Hunger und wir verhandeln mit mehreren TukTuk-Fahrern damit wir schnell und günstig zum Thip Samai Restaurant kommen. Das Thip Samai ist das bekannteste und scheinbar auch das beste Pad Thai-Restaurant in Bangkok. Als wir ankommen, müssen wir uns erstmal in eine schier endlose Schlange auf der Strasse anstellen und das wo es schon so lecker aus den Woks riecht. Während wir anstehen können wir ausgiebig die Pad Thai-Herstellung in der Openair-Küche bestaunen und uns läuft schon bald das Wasser im Mund zusammen. Irgendwann sind wir dann auch dran und bekommen auf dem Gehweg ein Tischchen zugewiesen. Das bestellte Pad Thai mit Garnelen wird heiss geliefert und gegen den Durst haben wir frisch gepressten Orangen/Mandarinensaft bestellt, welcher auch zu den Besonderheiten des Restaurants gehört. Für das Pad Thai werden im Wok die Reisnudeln mit Ei, Mungbohnensprossen, Gewürzen, Pad Thai-Paste, Kräuter und den Garnelen gemischt und stark erhitzt. Jeder Wok hat sein eigenes Gebläse, wie bei uns in den Schmieden, um die maximale Heizleistung aus dem Kohlefeuer herauszuholen. Dann wird die Mahlzeit portionsweise auf die Teller verteilt und die Kellner tragen es zum finalen Wok. In diesem wird im Akkord auf die heisse Innenwand verquirltes Ei verteilt, welche sofort zu einer dünnen Schicht brät. In diese Eischicht wird das heisse Pad Thai gegeben und mit einem schnellen Schlenker aus dem Handgelenk transportier der Koch das in Ei eingeschlagene Pad Thai zurück auf den Teller und von dort heiss zum Gast.

Und weil es so lecker war, gab es gleich noch eine zweite Portion. So gut genährt sind wir mit dem nächsten TukTuk wieder quer durch Bangkok zu unserem Hotel gefahren, haben im Nachbargebäude eine total entspannende Fussmassage genossen und sehr, sehr müde ins Bett gefallen.

 

28.02.16 Tag 26: Und schon war er wieder da, der Abreisetag. Nach dem Frühstück machen wir uns an den immer schwierigeren Versuch alle unsere Sachen und Mitbringsel im Rucksack und den Daypackern unter zu bekommen, fahren mit dem Taxi zum Flughafen, nutzen die Zeit durch die riesigen Dutyfree-Hallen zu wandern und geben unser letztes thailändisches Geld aus. Interessanterweise verlief das Ausreisen in den internationalen Bereich zügig und vorallem ohne irgendwelche Ausreisegebühren, wie beim letzten Thailandbesuch. Somit haben wir bei der Einreise, wie auch Ausreise keine Kosten gehabt. Steht im Internet und den Reisebüchern zwar eindeutig anderst beschrieben, aber uns freuts.

In Frankfurt kommen wir wohlbehalten an, werden vom Carsten wieder pünktlich abgeholt und müssen aber noch 2,5 Stunden nach Hause fahren. Aber auch dies haben wir problemlos geschafft.

 

                                                      ENDE

 

Fazit: Wer das vorliegende Tagebuch von Anfang an gelesen hat, kann sicher nachvollziehen, wie unser Kopfspeicher nach diesen 26 Tagen randvoll war. Es brauchte einige Wochen bis wir uns an das Sortieren der mehr als 5000 Bilder wagten und es hat nochmal über 10 Monate gedauert, bis das Tagebuch fertig geschrieben und korrigiert war. Aber jetzt, fast genau ein Jahr danach sind wir fertig und haben beim Schreiben nochmal alle Eindrücke durch die Bilder im Kopf abrufen können und schwelgten in den Erinnerungen. Wir können diese Reise uneingeschränkt weiterempfehlen, allerdings würden wir den Dezember vorschlagen, um nicht in Laos diese extreme Trockenheit anzutreffen. Ich denke in der Zeit nach dem grossen Regen ist das Land herrlich grün und die Orchideen blühen und die Wasserfälle haben alle ausreichend Wasser.

Wir hoffen es hat euch Spass gemacht das Tagebuch zu lesen und vielleicht führt es dazu einen oder mehrere Leser den Trip nachzureisen. Viel Spass dabei !!!

 

 

 

Hier noch die Zusammenfassung der Daten für eventuelle Nachahmer:

 

Reisedauer: 26 Tage, Mi 3.2.16 - So 28.2.16

Flüge: FFM - BKK - FFM (Direktflug mit Thai Airways) 632€ pP (Travel Overland)

BKK - ChiangMai (Air Asia) 59€ pP (Expedia)

ChiangMai - LuangPrabang (Lao Airlines) 121€ pP (ab-in-den-urlaub.de)

Pakse - BKK (Lao Airlines) 125€ pP (ab-in-den-urlaub.de. s.a.Tip1)

Visa: Laos 62$=56€

Thailand hat weder bei der Ein- noch Ausreise Visagebühren erhoben.

Auto: Avis, Luang Prabang - Vientiane - Pakse, 5Tage + BackFee: 544€

(als Deposit werden 500$ über die Mastercard gebucht und nach Fahrzeugrückgabe ausgebucht)

Roller: 125ccm automatic in Thailand 4,60€/Tag ohne Sprit: 57€

100ccm semi-automatic in Laos 5,50€/Tag ohne Sprit: 54€

Tanken (Auto+Roller): 145€

Orchideentrek Vientiane: 165€ (1Tag, 2 Personen, 2 Guides)

Eintritte: Thailand 50€, Laos 45€

Taxi, Tuk-Tuk, Songthaews:Thailand 53€, Laos 40€

Sonstiges (z.B. Massagen): 112€

SIM-Karten inkl. Guthaben: Thailand 16€, Laos 29€

Unterkunft: Thailand 234€, Laos 584€

Essen: Thailand 121€, Laos 374€

Souvenirs: 98€

Gesamtkosten: ~4651€ für 2 Personen

Bargeld 500 € und 500 US$ - wichtig: knickfrei und "gebügelt", vorallem für die Visa-Gebühren. Selbst beim Umtausch in einer Bank werden nur Scheine in einwandfreiem Zustand akzeptiert. Baht und Kip haben wir ausschließlich im jeweiligen Land getauscht oder besorgt; ansonsten Mastercard zum Geldabheben, Visa und EC-Karte als Notabsicherung. Auch in Laos gibt es in den größeren Ortschaften/Städten an jeder Ecke einen ATM-Automaten (max. 1 Mio Kip = 110€ je Abhebung)

Tip 1: Beim Buchen des Onewayflugs von Pakse zurück nach Bangkok ist mir der Fehler unterlaufen, daß ich den falschen Monat ausgewählt hatte. Wenn man versucht dies über das Portal bzw. Reisebüro zu korrigieren bezahlt man bis zu 100€ Umbuchungsgebühr pro Flug. Wir haben direkt bei Lao Airline per email angefragt, ob eine Korrektur möglich wäre. Innerhalb von 2 h hatten wir die Rückantwort mit der Bestätigung daß die Korrektur durchgeführt wurde. Ist ein kostenloser Service. Achtung geht nur für bestimmte Daten !! Kann man aber in den FAQs der Fluglinien nachlesen. Also erst mal tief durchatmen, nachlesen und email schreiben, bevor man viel Geld ausgibt.

Tip 2: Wer ein paar ausgefallenere Ziele in Bangkok finden will, sollte sich mal auf der folgenden Seite umsehen:  https://www.soiblossom.com/

 

Hier noch die Unterkunftsliste:

Chiang Mai: Baitong Homestay  gebucht über Booking.com

                  Bewertung: DZ im oberen Stock, wir waren sehr zufrieden, vorallem die

                                   deutschsprachige Unterstützung von Manfred, Scooter-

                                   Vermittlung durch lokale Haushälterin

 

Mae Hong Son-Loop:

   a.) Tham Lot Cave, Pang Mapha:  Cave Lodge telefonisch reserviert

                             Bewertung: Bungalow war sehr einfach und im Febr. etwas kühl

                                               leckeres Essen, viele Tourenvorschläge, tolles Haus

   b.) Mae Hong Son:  Sarm Mork Guesthouse  ohne Reservierung direkt angefahren

                              Bewertung: schöner Gartenbungalow, sehr zentral, inzwischen

                                                auch über Booking.com buchbar

   c.) Mae Chaem:  Mae Chaem Hotel ohne Reservierung direkt angefahren

                              Bewertung: hinter dem Hotel schöne Bungalows, Zimmer im

                                                Hotel war nicht im Angebot

 

Luang Prabang: Cold River  gebucht über Booking.com

                        Bewertung: wir waren sehr zufrieden, freundliches französiches

                                          Paar, schönes Zimmer mit Balkon zum Fluss,

                                          sehr hilfreich beim Scooter anmieten.

 

Vientiane: Vientiane Golden Sun Hotel   gebucht über Booking.com

                          Bewertung: Lage war ok, 15 min zu Fuss vom Zentrum, Frühstück

                                           auch ok. In der Stadt in Richtung Mekong gibt es sicher

                                           noch andere gute Unterkünfte

 

Konglor Cave: Spring River Resort  gebucht über Booking.com

                                        Bewertung: River View Bungalow,

                                        Top Lage, wir waren sehr zufrieden, lecker Essen

 

Pakse: Nang Noi Guesthouse  per email gebucht: bounthong1978@hotmail.com

                                           Bewertung: straff geführtes Guesthouse, wir waren

                                           sehr zufrieden, fast immer ausgebucht, liegt sehr

                                           zentral (hier noch der Tripadvisor-Link)

 

Bolavenplateau-Loop:

   a.) Paksong: Paksong Guesthouse  direkt angefahren

                               Bewertung: liegt abseits der Hauptstrasse, ruhige Umgebung

                                                  sehr harte Betten, kein Frühstück, kein W-Lan

                                                  von 3 angeschauten  aber das Beste.

   b.) Sekong: Keovilay Guesthouse   direkt angefahren

                                Bewertung: kein W-Lan, kein Frühstück, laute Wasserpumpe in

                                                  der Nacht, fast kein Englisch, andere Unterkünfte

                                                  (es war schon fast Nacht) waren nicht besser oder

                                                  ausgebucht. Nicht wirklich empfehlenswert.

 

Bangkok:  Bossotel Bangkok gebucht über Booking.com

                               Bewertung: Skytrain-Station in der Nähe, liegt hinter den

                                                 5 Sternhotels am Fluss und daher gut zu erreichen